NATIONAL GEOGRAPHIC IN ECHT

NATIONAL GEOGRAPHIC IN ECHT

Schon kurz nach Calgary sind wir mitten in den Bergen. Nach der langen Fahrt durch die Prärie ist dieser Anblick schlicht überwältigend. Als Schweizer sind wir hohe Berge gewohnt. Diese hier scheinen aber einfach mächtiger, grösser und wilder als die Alpen zuhause. Tosende Gletscherbäche, kristallklare Seen in allen möglichen Farben und rauschende Wasserfälle säumen den Weg.

NATUR PUR

Die Schönheit hat auch eine kleine Kehrseite: die zwei Nationalparks Banff und Jasper sowie der  Icefields Parkway welcher die beiden verbindet sind sehr touristisch. Busladungen voll Asiatischer Touristen und haufenweise Mietcamper stürmen zu Saisonbeginn diese Gegend. Dazu kommen die camping-freudigen Kanadier die nur zu gerne raus aus ihren Städten in die Wildnis gehen. Aber die Natur wird ihrem Ruf mehr als gerecht. Wenn immer möglich verlassen wir die berühmten Sehenswürdigkeiten und nur ein paar Schritte abseits der ausgetretenen Pfade hat man das Gefühl alleine in einem National Geographics Dokumentarfilm zu sein! Wir wandern zu kleinen Bergseen und insbesondere die Spiegelungen in den wenigen windstillen Momenten haben es Stefan als Fotograf angetan. Immer wieder findet sich eine Wasserfläche und auch wenn man sich bäuchlings hinlegen muss um ein Foto zu kriegen hält ihn das nicht ab.

WILDE TIERE

Aber auch zwischen unseren Wanderungen gibt es einiges zu sehen: entlang dem Highway betätigen wir immer wieder den Warnblinker und stoppen ziemlich abrupt, wenn Schwarzbären oder weisse Bergziegen direkt an der Strasse Löwenzahn fressen. Sogar ein Braunbär entdecken wir, dieser ist glücklicherweise um einiges weniger scheu als die Elche und lässt sich von unserer Anwesenheit nicht weiter stören.

In den Nationalparks halten wir uns strikt an das Wildcamping-Verbot und stellen uns jeweils auf einen der offiziellen Zeltplätze. Diese bieten ausser einem Kompost-Klo und fliessend kaltem Wasser nichts aber wir haben ja unser Allradmobil dabei und jeden Abend bei lichterlösch haben wir das Gefühl «zu Hause» zu sein, egal wo wir stehen.

Den Abschluss dieses ersten Kanada-Highlights machen wir in Jasper, einem kleinen Städtchen welches dem Nationalpark den Namen gab. Wir stocken unsere Vorräte auf, melden uns nach Tagen ohne Internet zurück aus dem Funkloch und erledigen ganz profane Dinge wie Haare schneiden und Wäsche waschen –  ja, selbst uns holt der Alltag manchmal ein… ?

PITSTOP

Als nächstes führt unser Weg uns nach Edmonton. Dort befindet sich einer der wenigen Toyota-Spezialisten in Kanada. Soviel können wir vorne wegnehmen: die Jungs in der Werkstatt machen nicht nur den Ölwechsel, sondern spülen unseren Motor mit einem Zaubermittel so, dass unser Qualm-Problem nun endgültig behoben zu sein scheint. Die Toyota Landcruiser sind hier ziemlich exotisch und begehrt und genau als wir auf dem Hinterhof der Garage stehen kommt eine besondere Lieferung an: ein Japanisches Feuerwehrfahrzeug auf Basis eines Landcruisers. Natürlich darf bei diesem Zusammentreffen unseres Dänischen und des Japanischens Feuerwehrautos ein Erinnerungsfoto nicht fehlen. Wir verlassen als zufriedene Kunden die Zivilisation und machen uns auf in den Yukon.

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