AB IN DEN SÜDEN

AB IN DEN SÜDEN

Soviel ist sicher, wir wollen in die Wärme, ans Meer. Nur wo das sein soll ist noch offen. Losgefahren sind wir bereits gestern, befinden uns schon auf der Alpensüdseite. Bestens gelaunt übertönen wir das Radio und das Brummen unseres Fahrzeugs mit Singen. Sardinien und Kroatien sind unsere Favoriten. Irgendwann müssen wir uns dann entscheiden. Geradeaus geht es nach Genua, links nach Venedig. Wir sind auf Liebe eingestellt und biegen links ab, Kroatien wir kommen!

ZWISCHENSTOP

Venedig ist ein Traum aus imposanten Palazzos, verspielten Brücken und romantischen Gondolieren. Trotz den Massen von Touristen hat die Lagunenstadt an vielen Orten noch ihren Scharm erhalten und lädt zum Träumen ein. Besonders die alten Häuser an denen der Zahn der Zeit und das Wasser nicht spurlos vorüberging beflügeln die Fantasie und entführen unsere Geister in eine Zeit der Maskenbälle und des extensiven Überflusses. Gab es damals auch schon Apérol Spritz? Wie dem auch sei, heute gibt es ihn an jeder Ecke und wir lassen es uns gut gehen.

Wir flanieren durch die engen Gassen abseits der grossen Plazas und befahren mit den Vaporettos die kilometerlangen Kanäle.

Endlich  am Meer

Kurz nach der kroatischen Grenze verlassen wir die Festen Strasse und fahren durchs Gestrüpp auf eine Lichtung. Hier wollen wir die Nacht bleiben. Nach dem Abendessen spannt ein warmer Regen einen Lichtbogen über uns und unser Fahrzeug. Es scheint fast als ob Kroatien uns Willkommens Grüsse schickt. Müde gehen wir zu Bett und träumen von Freiheit, Regenbögen und dem Meer.

Am nächsten Morgen ist es dann so weit wir erreichen die Küsste setzen auf eine der zahlreichen Inseln  über und lassen uns verzaubern vom klaren Wasser der Sonne und einer warmen Brise. Die nächsten Tage stehen wir immer  ganz nahe am Wasser, zwischen riesigen Rosmarin Sträucher und Salbei Büschen. Beide würzen unsere Speisen vorzüglich. Die Tage fliessen dahin und abends lassen wir uns vom Goldenen Licht der Sonne zu Träumereien hinreissen.

PLITVICER SEEN

Genug gefaulenzt! Nach einigen Tagen fahren wir ins Hinterland. Irgendwie trifft es uns unerwartet. Kaum verlassen wir die Küste und fahren in die Berge, warnen überall Schilder vor den Minen links und rechts der Strasse. Zusammen mit den verlassenen und verfallenen Häusern sind das die Überreste eines unnötigen und traurigen Krieges.

Am Abend erreichen wir den Nationalpark, lösen ein Ticket und stürzen uns… Ja in was denn? In eine wildgewordene Herde Asiaten. Fast werden wir von Selfie-Sticks erschlagen oder in das kalte aber glassklare Wasser gestossen.

Um den Massen zu entfliehen stehen wir am nächsten Tag noch vor Sonnenaufgang auf und erkunden den nicht ganz so bekannten Teil des Parks. Ein Volltreffer! So früh am Morgen sind wir fast alleine und werden belohnt mit mystischen Nebelschwaden die im goldenen Morgenlicht über den Wasserbecken aufsteigen und die Landschaft verzaubern.

DAS TAL DES WINNETOU

Die Schönheit der Natur überzeugt uns und wir besuchen einen weiteren Nationalpark in Kroatien.

Einen ganzen Tag lang bewandern wir die grandiosen Landschaft in der Karl Mays Meisterwerk „Winnetou“ verfilmt wurde. Das Tal mit seinen imposanten Felsen hat zu Recht als Kulisse für den Indianer und Old Shatterhand gedient und die Rothaut Stefan und sein weisser Bruder Thomas fühlen sich ein wenig in ihre Kindheit zurückversetzt.

DIE WASSERFÄLLE VON KRKA

Man kann den Namen kaum aussprechen, aber wunderschön sind die Wasserfälle im Krka Nationalpark. Romantisch plätschert das klare und kühle Wasser über die Felsen und rauscht mit Getöse und viel Dampf in die Tiefe. Dies und die Spiegelungen in den hübsch in die Natur eingebetteten Seen bieten viele Motive für den Fotografen.

Zurück an der Küste, lassen wir es nochmals ruhig angehen. Immer wieder finden wir herrliche Übernachtungsplätze direkt am Strand. Wir geniessen den verlängerten Sommer und baden noch bis in den Oktober hinein in den klaren Gewässern der kroatischen Küste.

DUBROVNIK

Der südlichste Punkt unserer Reise ist Dubrovnik. Eigentlich ein wunderbares Städtchen aber die Touristenmassen trüben das Bild leider ein wenig. Dank „Game of Thrones“ gelangte diese Stadt zu Weltruhm und platzt nun fast aus ihren Nähten. Einheimische scheint es hier kaum noch zu geben, dafür eine riesige Auswahl an Souvenir-Shops und Restaurants. Trotzdem, eine Umrundung der Stadt auf der alten Festungsmauer lohnt sich. Die Ausblicke sind atemberaubend.

Die Fähre bringt uns schlussendlich von Split nach Ancona. Von da ist es nur noch ein Katzensprung zurück in die herbstliche Heimat.

Kroatien hat uns durch seine Vielfältigkeit in den Bann gezogen. Tolle Landschaften an einer herrlichen Küste mit freundlichen Menschen. Kroatien wir lieben dich, du bist einfach wunderbar!

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