REISTERRASSEN UND WALHAIE

Mai 3, 2011 | 1 Kommentar

Keine 24 Stunden verbringen wir im Moloch welcher sich Philippinische Hauptstadt nennt bevor wir in den Nachtbus nach Banaue einsteigen. Banaue liegt im Norden der grössten der 7000 Philippinischen Insel Luzon auf über 1000 Meter über dem Meer und wurde wegen seinen Reisterrassen zum Unesco-Weltkulturerbe deklariert. Die Busfahrt ist wie erwartet anstrengend, lang und dank der Klimaanlage eisig kalt. Glücklicherweise haben wir unsere Schlafsäcke dabei, die uns bis wir am nächsten Morgen in Banaue einfahren aufwärmen.  Das Wetter ist eher schlecht, aber es regnet nicht und damit sollen wir zufrieden sein: in dieser Region der Philippinen regne es viel und das sei gut so, denn ohne Wasser gäbe es auch keine Reisfelder.

Nachdem wir eine Unterkunft gefunden haben nehmen wir uns ein Tricycle (das ist ein Motorrad mit Seitenwagen) und erkunden die Umgebung. Wegen dem Dauerregen der letzten Tage sind die Strassen in einem erbärmlichen Zustand und wir rutschen mit unserem Gefährt über die schlammigen und holprigen Strassen. Die Ausblicke über die gewaltigen Reisterrassen sind aber Lohn genug für die anstrengende Fahrt.

Am Tag darauf  wandern wir nach Batad, einem Dörfchen welches nur zu Fuss erreicht werden kann.

Die Amphitheater-förmigen Terrassen, welche das Aussehen der Landschaft dieser Region bestimmen und seit 2000 Jahren von Menschenhand in die steilen Hänge dieser Gebirgslandschaft gebaut werden, lassen uns staunen. Stolz und immer mit einer Betelnuss im Mund sitzen die noch traditionell lebenden Erbauer der Reisterrassen an den besten Aussichtspunkten und blicken ins Tal.

Unser nächstes Ziel in den Bergen von Luzon ist Sagada. Die holprige Fahrt auf harten Holzbänken dauert zum Glück nur 4 Stunden. Bald begreifen wir auch,  dass es besser ist die Fenster geschlossen zu haben da unsere Mitfahrer rote Betelnüsse kauen und um die Wette aus den Fenstern spucken.

Sagada ist ein verschlafenes kleines Dörfchen und berühmt für seine herrliche Landschaft, verwinkelten Höhlen und die hängenden Särge. Die Menschen werden traditionellerweise in einer Höhle oder an einer steilen Felswand bestattet. Erstaunt hören und sehen wir, dass diese Begräbnisstätten noch immer benutzt werden. Wir geniessen die Landschaft dieser Gegend und erkunden dabei kleinere Höhlen bevor wir uns auf den Rückweg nach Manila machen. Auf dem Weg dahin besuchen wir noch Vigan, eines der bedeutendsten kolonialen Städtchen in Asien. Damals von den Spaniern erbaut, ist es heute ebenfalls Unesco-Weltkulturerbe. Das Städtchen hat zwar Charme, aber die drei Gässlein sind doch recht schnell erkundet und wir fahren nach einem Tag mit dem Nachtbus zurück nach Manila.

Unsere Reise führt uns nun weiter nach Donsol, wo sich zwischen Januar und Mai Walhaie zum fressen vor der Küste versammeln. Walhaie gehören zu den Haien, sind aber so gross wie Walfische (5-12 Meter). Nein, wir sind nicht verrückt, diese Tiere sind Vegetarier (bzw. Planktonfresser) und haben einen friedlichen und guten Ruf. Also stehen wir am nächsten Morgen früh auf und fahren mit Schnorchel, Maske und Flossen bestückt aufs Meer und suchen diese sanften Riesen. Schon kurz nach der Abfahrt schreit unser Späher „Butanding“ was auf Philippinisch Walhai heisst und wir stürzen uns mit unserer Schnorchel-Ausrüstung wagehalsig ins Wasser und schwimmen in die angezeigte Richtung. Schnell wird klar das Wasser ist hier nicht glasklar sondern eher eine Art Fischsuppe. Die Sichtweite unter Wasser ist so um die fünf Meter oder weniger. Und dann ist es plötzlich  da, das riesige Ding,  so nah, dass man es mit der Hand berühren könnte und so gross, dass man es wegen der schlechten Sicht  nicht in voller Länge sehen kann. Auf unserem Trip wiederholt sich diese Prozedur an die achtmal und manchmal müssen wir den bis zu 10 Meter grossen Tieren ausweichen um einen Zusammenstoss zu verhindern. Nach drei Stunden sind wir erschöpft und erholen uns den restlichen Tag von unserem Fisch-Abenteuer.

Nach Laos, Kambodscha, dem Norden der Philippinen  und vielen langen Stunden in Busen sind wir müde und wollen uns an den Philippinischen Stränden mit faulenzen, lesen und tauchen erholen und Kräfte schöpfen für unsere anschliessenden Reisen.

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