BERGE AM ENDE DER WELT

BERGE AM ENDE DER WELT

Wir sitzen auf unserer Dachterrasse, mitten auf dem Denali Highway und geniessen einen der nie endenden Sonnenuntergänge mit Aussicht auf die schneebedeckten Berge. Richtig dunkel wird es so weit im Norden Alaskas nie. Wir blicken auf unsere bisherige Reise zurück und freuen uns über das, was wir schon alles erleben durften. Der Denali Highway ist nicht wirklich eine Schnellstrasse wie der Namen vermuten lässt, sondern eine Schotterpiste mit vielen Schlaglöchern welche 200 Kilometer durch wirklich atemberaubende Landschaft führt.

HÖCHSTER BERG NORDAMERIKAS

Tage zuvor besuchten wir den Denali Nationalpark und hatten Glück, dass wir den Berg der dem Park seinen Namen gibt in voller Pracht und ohne Wolkenband sehen konnten. Dies ist nur 30% der Besucher vergönnt. Wir glauben der Berg wollte uns Schweizer zeigen wie gut er aussieht. Und in der Tat, wir sind begeistert von seiner majestätischen Herrlichkeit. Immer weiter tauchen wir ein in die Bergwelt Alaskas mit ihren endlosen Weiten und schneebedeckten Gipfeln.

NOCH MEHR BERGE

Eine andere holprige Piste führt uns in den Wrangell – St. Elias Nationalpark. Hier besuchen wir am Rande eines mächtigen Gletschers eine stillgelegte Kupfermine. Kaum vorzustellen wie hart es vor über 100 Jahren war, hier Kupfer zu schürfen. Auch hier haben wir Glück, so ein schöner, wolkenloser Tag hätte es in diesem Jahr noch nicht gegeben, und wir wandern auf dem riesigen Gletscher der hier bis weit ins Tal vordringt.

Am Abend erreichen wir den Nationalpark, lösen ein Ticket und stürzen uns… Ja in was denn? In eine wildgewordene Herde Asiaten. Fast werden wir von Selfie-Sticks erschlagen oder in das kalte aber glassklare Wasser gestossen.

Um den Massen zu entfliehen stehen wir am nächsten Tag noch vor Sonnenaufgang auf und erkunden den nicht ganz so bekannten Teil des Parks. Ein Volltreffer! So früh am Morgen sind wir fast alleine und werden belohnt mit mystischen Nebelschwaden die im goldenen Morgenlicht über den Wasserbecken aufsteigen und die Landschaft verzaubern.

HITZEWELLE

Etwas überrascht treffen wir auf dem Eis eine hitzige Alaskanerin in Hotpants, Bikinioberteil und Wanderschuhen. Hier oben im Norden spricht man ab 25 Grad Celsius von einer Hitzewelle. Etwas später erklärt uns eine Angehörige der First Nation beim Einkaufen im Supermarkt mit einem Lachen, dass sie ein neues Zuhause brauche da ihr Iglu geschmolzen sei. Das ist wohl ein sicheres Zeichen, dass in Alaska der Sommer eingetroffen ist ?

 

Wem die Hitze zu gross wird, kann jederzeit einen der unzähligen Gletscher in Alaska besuchen. Manche sind zu Fuss erreichbar, andere wiederum kann man nur per Boot besichtigten. In Valdez unternehmen wir mit der Lu-Lu Belle eine solche Bootstour um den Columbia Gletscher zu besuchen der sein Eis ins Meer stürzen lässt. Darüber aber mehr im nächsten Bericht. Wir sitzen ja immer noch beim Sonnenuntergang auf unserem Dach und fahren morgen weiter entlang des holprigen Denali Highways.

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