Nach so viel Natur über und unter Wasser in Malaysia holt uns in Yogyakarta das asiatische Alltagsleben wieder ein. Die Stadt ist nicht riesig, trotzdem verliert man im Gewimmel schon mal den Überblick und die Strassen sind zu jeder Tageszeit verstopft mit russenden Autos. Das ökologische Gegengewicht dazu bilden die sogenannten Becaks, einfache Velotaxis mit denen man sich vor einer Sehenswürdigkeit zur anderen fahren lassen kann. Dabei hat man oft ein schlechtes Gewissen, insbesondere wenn der Fahrer im Pensionierten-Alter ist und bei 30 Grad die beiden Jungs die ansteigende Strasse hochkarren muss…

Die indonesischen Kultur-Hauptstadt hat aber noch viel mehr zu bieten: ein Rundgang auf dem lokalen Markt ist eine Bereicherung für alle Sinne – dem Leser sei versichert, dass der optische Eindruck auf den Fotos dem olfaktorischen vorzuziehen ist. Auch ohne die freundlichen Menschen zu verstehen, fühlt man sich durch die herzliche Art der Indonesier und dem ständigen „hello sir“ an jeder Ecke sehr willkommen.

Unsere nächste Becak-Fahrt bringt uns zum Palast des Sultans. Hier werden nicht nur Schatten-Theater aufgeführt sondern es gibt auch die Gelegenheit, eine javanesischen Tanzveranstaltung zu besuchen. Dass unsere Anwesenheit unter den Einheimischen nicht unbemerkt bleibt (als Europäer ist man meist um einiges grösser als der Indonesier) sind wir uns mittlerweilen gewohnt: immer wieder werden wir ganz schüchtern gebeten für ein gemeinsames Foto zu posieren.

Auf dem Rundgang durch den Palast spricht uns ein freundlicher Wächter welcher nicht im Dienst ist an und führt uns zu einer gut versteckten, unterirdischen Moschee. Leider wurde deren Glaskuppel durch ein Erdbeben zerstört aber die feucht-modrigen und düsteren Gänge ergeben zusammen mit dem Sonnenlicht immer noch eine spezielle Atmosphäre. Nur einen Steinwurf von der Moschee entfernt, befindet sich die ehemalige Badeanstalt des Sultans. Anscheinend hat der Sultan im Turm neben dem grossen Becken Ausschau nach Badenixen gehalten und dann sein bevorzugtes Exemplar in das Privatbecken hinter dem Haus bringen lassen…

Den nächsten Tag verbringen wir ausserhalb von Yogyakarta und besichtigen die beiden weit über 1000-jährigen Tempel Prambanan und Borobudur. Ersterer ist ein hinduistischer Tempel und obwohl die Ähnlichkeit mit den Tempel von Angkor Wat in Kambodscha frappant ist und wir deren immense Grösse noch immer in lebhafter Erinnerung haben, staunen wir erneut über die Bauwerkskunst dieser Zeit. Der Borobudur hingegen gilt als grösster Buddha-Tempel der Welt und liefert mit seinen Stupas und steinernen Buddha-Statuen im Licht der untergehenden Sonne schöne Fotomotive für den Fotografen.

Bei unserer Weiterreise quer durch Java wollen wir als nächstes die aktiven Vulkane im Osten der Insel besteigen – seit Südamerika hat uns unsere Reise nie mehr in solche Höhen geführt und wir freuen uns auf die Aussicht.

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